Joaquín la Habana (CU), geboren in Havanna, ist singender Tänzer, Transformationskünstler der Sonderklasse, Stimmakrobat und Santería-Hohepriester mit Wurzeln des Yoruba Stammes. La Habana wanderte als Kind in die USA aus und studierte später in Boston Tanz und Theater. Dort wirkte er bereits in ersten Filmen mit, u.a. in The Bronx mit Paul Newman. Seit 1982 lebt La Habana in Berlin und wurde dort für Filme mit Rosa von Praunheim (Stadt der verlorenen Seelen 1982, Horror Vacui 1983/84) engagiert. Joaquín sammelte während seiner nunmehr 30jährigen Tätigkeit als Ritual-Performance-Künstler, Sänger, Tänzer, Choreograph und Regisseur umfangreiche Erfahrungen auf Bühnen in den USA (Broadway bis Off-Off-Broadway, Filme), Deutschland, Europa und Afrika.In der afro-kubanischen Naturreligion Santeria ist er Ochún-Priester. Die Gottheit Ochún ist eine Göttin des Wassers und der Flüsse und steht für Schönheit, Luxus und Kunst.


Joaquin La Habana steht in seinem künstlerischen Schaffen für die Synthese von Tradition und Avantgarde.Das Vereinigen von Gegensätzen und das Verbinden von scheinbar unvereinbaren Ordnungen und Einheiten steht in seinen Shows im Vordergrund. Ursprüngliche westafrikanische Traditionen werden mit spirituellen Ritualen und kubanischem Theater verbunden, die Dualität des Geschlechts verknüpft sich mit der Androgynität der Götter, und in der Metamorphose kosmischer Kräfte entspringen dem System der vier Elemente Komponenten der modernen Performancekunst. Spiritualität und Rationalität, Archaik und Postmoderne, Geist und Materie, Diesseits und Jenseits treffen aufeinander, entfalten und vereinigen sich. Das Resultat ist eine noch nie da gewesene, sinnliche Darstellungsform, die dem Zuschauer einen neuen Weg der Realitätserfahrung eröffnet.

 

Zahlreiche Projekte entstanden unter der Mitwirkung von Joaquín La Habana in Deutschland.  Unter anderem hat Joaquin mit Sha'Ifa Ma eine Serie von Konzerten realisiert, so im Jahr 2000 bei der “Music Nights for Human Rights" im Kultursaal Petersberg (Erfurt) und im Theater Volkspark (Halle). 2002 gab es eine weitere Zusammenarbeit mit ihr bei dem Theaterabend “Passage" im Theater Glogow (Wroclaw, Polen) sowie in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Kulturzentrum in Thüringen in der Lorenzkirche  (Erfurt).1996 trat er mit der eigenen Produktion “Cubanische Rhapsodie" (Geschichten, Chansons und Tänze aus Kuba) in Dresden beim Festival Elbhangfest, im Stadttheater Meissen und im Künstlerhaus Bethanien (Berlin) auf. Sein Stück “Caravan of Gods" wurde unter anderem in der Helsinki Academy of Visual Arts (Finnland) sowie auf dem internationalen Modern-Dance-Festival “Cuba Danza" im Teatro Nacional, Havanna (Kuba) gespielt.

 

 

Sonntag, 14.10.12 | 11.30 - 13.00 Uhr | Bürgersaal, Haus Dacheröden 

 

Vortrag / Workshop - Archetypen und Mythen in Santeria

 

Joaquin erzählt und tanzt die Vielfalt des Rollenwechsels, als Energiequelle für Inspiration und Heilung in der  cubanischen Religion Santeria , die ihre Wurzeln in der westafrikanischen Yorubatradition hat. Durch den Tanz, ebenso wie durch das Spiel mit verschiedenen Archetypen der Götter, auch Orishas genannt, spüren wir erst ihre traditionelle magische Kraft und Botschaft.

 

Bitte je zwei große Seiden-, Baumwoll- oder Viskosetücher (Hand- oder Strandtücher) mitbringen!

Aktualisierung: 2012/06/27 - 08:42 / Redakteur: Ulrike Enders
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Joaquin la Habana